Beloverkovksi Kloster „Heilige Heilige Apostel Peter und Paul (Bjala Cherkva)

Das Beloverkovski Kloster „Heilige Heilige Apostel Peter und Paul“[1] (bulg. Беловерковски манастир „Свети апостоли Петър и Павел“, transkrepiert: Beloverkowski manastir „Sveti apostoli Peter und Pawel“), welches sich in den Westrhodopen beim Ferienort Bjala Cherkva[2] im Oblast Weliko Tarnovo befindet, ist mit einer Seehöhe von 1600 Höhenmetern nicht nur Bulgariens höchstgelegenes Kloster, sondern mit einer Ersterbauung im 11.Jahrhundert in der Zeit von Zar Peter II. (bulgarisch Петър Делян, mittelgriechisch Πέτρος Δολιάνος oder Δελεάνος; † 1041 in Konstantinopel) auch eines der ältesten Klöster der bulgarisch-orthodoxen Kirche. Auszeichnen tut sich das Kloster durch die sogenannte „Weisse Kirche“, eine Kirche, welche als ganzes aus weissem Schotter errichtet wurde.

Das Felsenkloster Albotin (Rabrovo)

Das Felsenkloster Albotin[1], ganz in der Nähe der Stadt Rabrovo[ 2] im Oblast Widin, welches Ende des 13.Jahrhunderts am Nordufer des Flusses Topolnitsa[3] errichtet wurde, seine Erbauer könnten mit den Kreuzfahrern ins Land gekommene Mönche gewesen sein, zeichnet sich vor Allem durch eine dreischiffige Basilika, sowie eine grosse Anzahl von Beerdigungen in einer Nekropole aus.

Bei der Eroberung Widins 1392 wahrscheinlich aufgelassen, diente das Kloster im 19.Jahrhundert dem Unterschlupf von Voivoden, daran erinnert ein Hadukenbrunnen und Kämpfern der bulgarischen Wiedergeburt.

Stephanovden (Heiliger Stefan), 27.Dezember

Der Stephanovden[1] (bulg. Стефановден), welcher in der bulgarisch-orthodoxen Kirche jedes Jahr als 3.Weihnachtsfeiertag am 27.Dezember gefeiert wird, ist dem Heiligen Stefanus dem ersten Märtyrer der Jerusalemer Urgemeinde gewidmet, gleichzeitig aber auch der Ausgangspunkt der darauffolgenden Christenverfolgung in Jerusalem, weil Paulus von Tarsus (griechisch Παῦλος Paûlos, hebräischer Name שָׁאוּל Scha’ul (Saul), lateinisch Paulus; * vermutlich vor dem Jahr 10 in Tarsus/Kilikien; † nach 60, vermutlich in Rom), zu diesem Zeitpunkt noch Saulus, dem man laut Apostelgeschichte das Gewand von Stefanus zu Füssen legte, das Schauspiel seiner Steinigung gefiel.

Angeblich soll die Steinigung des Diakons der christlichen Urgemeinde erfolgt sein, weil man sich wegen des grossen Zulaufs zum Neuen Weg bei den Hohepriestern der jüdischen Gemeinde Sorgen machte.

Apostelgeschichte 7, 58 stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ihre Kleider ab zu den Füßen eines jungen Mannes, der hieß Saulus, 59 und sie steinigten Stephanus; der rief den Herrn an und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! 60 Er fiel auf die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Und als er das gesagt hatte, verschied er.

Stephanus soll mit den Worten gestorben sein: Gott, rechne ihnen diese Sünde nicht an!

Presweta Bogorodiza (Jungfrau Maria), 26.Dezember

Der zweite Weihnachtsfeiertag, den die bulgarisch-orthodoxe Kirche jedes Jahr am 26.Dezember feiert und welchen die Bulgaren als Богородица transkrepiert: Bogorodiza bezeichnen, ist der Mutter Jesu gewidmet, welche das Jesuskind laut Lukasevangelium Kapitel 1 ab Vers 26 durch den Erzengel Gabriel verkündet, als Schwangerschaft des Heiligen Geistes empfangen und dann aus Gründen einer Volkszählung zu welcher ihr Mann Josef, weil er aus dem Haus Davids war nach Bethlehem wandern musste, in einem Stall zur Welt brachte. Für Maria kursieren daher neben der Mutter Jesu auch die Namen Jungfrau Maria, Gottesmutter Maria oder wenn es um den Islam geht, die reine Frau. Eine der drei reinen Frauen im Islam.Sie wird daher auch in der Orthodoxie, der römisch-katholischen Kirche und dem Islam als Heilige verehrt.

Roschdestwo Christowo (Weihnachten), 25.12.

Roschdestwo Christowo[1] (deutsch: Weihnachten, bulg. Рождество Христово, transkrepiert: Roschdestwo Christowo), welches auch als Koledari bezeichnet wird und welches übersetzt so viel bedeutet wie die Geburt des Christus, eine Geburt, welche laut dem Stammbaum des Josef in Matthäus 1,1 im Haus Davids stattfand, über welches der Evangelist Lukas aber zu berichten weiss, dass die Heilige Familie noch nicht einmal einen Platz in der Herberge bekam

Lukas 2,7 Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

so das Jesus in einem Stall zur Welt kommen musste, ist ein Fest, welches bis Konstantin dem Grossen (* an einem 27. Februar zwischen 270 und 288 in Naissus, Moesia Prima; † 22. Mai 337 in Anchyrona, einer Vorstadt von Nikomedia) wurde das Fest am 7.Jänner gefeiert wurde, dann aber auf Anraten des Kirchenvaters Kyrill I. von Antiochia († 299) auf den 25.Dezember verschoben wurde. In Bulgarien wurde es mit der 9.Nationalversammlung vom 28.März 1990 zum offiziellen Feiertag erhoben.

Herkunft des Begriffs

Laut der Annahme von bulgarischen Historikern geht das von der bulgarisch orthodoxen Kirche jedes Jahr am 25.Dezember gefeierte Fest, dort bezeichnet als „Koleida“ auf das Wort calendae zurück, was allerdings so viel wie der erste Tag des Monats bedeuten würde. Herleitung: Colada , Kolѐdna , Kolѐnda. Der Volksmund spricht allerdings bis heute von Roschdestwo Christowo, also der Geburt des Christus.

Bedna Vezer (Heiligabend), 24.Dezember

Der Heiligabend (bulgarisch: Бъдни вечер, transkrepiert: Bedna Vezer) den die bulgarisch-orthodoxe Kirche jedes Jahr am 24.Dezember feiert, in manchen Gegenden wird der Feiertag auch als Dry Christmas, Krachun, Little Christmas, Childrens’s Christmas, Little Christmas oder Najadka genannt, stellt für die Lehre der bulgarisch-orthodoxen Kirche den Tag vor Weihnachten dar. Es ist ein Tag, an dem man sich nach bulgarisch-orthodoxer Lehre auf die Geburt des Heilands am 25.Dezember vorbereiten soll, weil die Geburt so wie bei uns Urchristen der wichtigste Feiertag des Jahres verkörpert. Ohne das die Prophezeihung des 1.Mose 3,15 in Erfüllung gegangen wäre, hätte das Reich Gottes nicht beginnen, Jesus weder zu Ostern von Gott Vater auferweckt noch der Geist zu Pfingsten durch Jesus ausgegossen werden können.

Kloster „St.St. Cyrill und St.Methodius“ (Sofia)

Das Kloster „St.St.Cyrill und St.Methodius“[1] (bulgarisch: Манастир „Св. Св. Кирил и Методий“, transkrepiert: manastir „Sv.Sv.Kiril und Metodii“), ein aktives Kloster der bulgarisch-orthodoxen Kirche auch wenn dort keine Mönche wohnen, welches sich auf dem Ljulin Gebirge[2] in einer Entfernung von 6 km vom Villenzentrum Gorna Banja der Stadt Sofia im Oblast Sofia befindet, ein Kloster welches auch unter den Namen Goronban oder Ljulin Kloster bekannt ist, gehört zu den 14 Klöstern im Umkreis von Sofia, welche in der Zeit vom 12. bis 14.Jahrhundert von den Kreuzfahrern , in diesem Fall vom 3.Kreuzzug unter der Leitung von Friedrich Babarossa (* um 1122; † 10. Juni 1190 im Fluss Saleph nahe Seleucia, Kleinarmenien), Richard Löwenherz (französisch Richard Cœur de Lion, englisch Richard the Lionheart; * 8. September 1157 in Oxford; † 6. April 1199 in Châlus) und Phillip II. von Frankreich (französisch Philippe Auguste; * 21. August 1165 in Gonesse; † 14. Juli 1223 in Mantes-la-Jolie) errichtet wurden.

Kloster Heilige Gottesmutter Vitosha (Sofia)

Das Draglavetsi Kloster „Maria Himmelfahrt“[1] ( auch Kloster Heilige Gottesmutter Vitosha, bulgarisch: Света Богородица Витошка, transkrepiert: Sveta bogorodiza Vitosha), welches sich oberhalb des Villenviertels Milkova Koria der Stadt Sofia im Oblast Sofia im Vitosha Gebirge befindet, ist ein Kloster, welches in der Zeit von Zar Iwan Alexander (bulgarisch Иван Александър; † 17. Februar 1371) im 14.Jahrhundert als straropigiales Kloster, also direkt dem Patriarchen unterstelltes Kloster ohne Steuernbelastung und Eingriff durch den Staat errichtet wurde.

Kloster „Einführung in die Gottesmutter“ (Razboistho)

Das Kloster „Einführung in die Gottesmutter“[1](bulg. Разбоищки манастир, transkrepiert: Rasboischki manastir) beim Dorf Razboistho, 9 km entfernt der Stadt Godech[2] im Oblast Sofia, ein Felsenkloster, welches auch unter dem Namen „Raubkloster bekannt ist und im 13.Jahrhundert während der Kreuzzüge erbaut wurde, ist ein kleines Kloster, welches in einer Schlucht des Flusses Nashiva errichtet wurde.

Kloster Erzengel Michael (Shuma)

Das Kloster zum Heiligen Erzengel Michael[1] (bulg.Манастирът Свети Архангел Михаил transkepiert: Manatiret Sveti Archangel Michael) beim Dorf Shuma 4 km entfernt der Stadt Godech[2] im Oblast Sofia befindet, ist ein Kloster, dessen Baubeginn auf das 13.Jahrhundert während der Kreuzzüge zurückgeht.

Der Bau könnte in der Zeit des zweiten bulgarischen Reiches durch Templer oder Deutschritter erfolgt sein. Darauf lassen Fresken des Heiligen Georg und des Heiligen Dimitar schliessen.

Das Kloster dürfte bis 1396 bei der Eroberung und Zerstörung durch das osmanische Reich im Betrieb gewesen sein. Und es er erlebte im 19.Jahrhundert in den Jahren 1861 bis 1878 in der bulgarischen Wiedergeburt eine neu Belebung, wurde aber Ende des russisch-osmanischen Krieges (1877-78) durch die abziehenden Osmanen neuerlich zerstört, so das nur noch die Klosterkirche stehen blieb. Eine Kirche, welche in der Zeit von Todor Schiwkow (bulgarisch Тодор Христов Живков, wissenschaftliche Transliteration Todor Christov Živkov; * 7. September 1911 in Prawez; † 5. August 1998 in Sofia) zum besonderen Kulturerbe erhoben wurde. Erst der 7.Staffel der Fernsehshow „Fermata“ verdanken wir nunmehr allerdings im Jahr 2021 die hoffentlich endgültige Renovierung des Klosters.